Vortrag von Dana Schmalz am 10.06.2026 um 18 Uhr c.t. in Hörsaal 22 Kupferbau.
„Sichere Grenzen“, „Asylkrise“ und „“ – kaum ein Rechtsgebiet ist so politisch aufgeladen, wie das des Migrationsrechts. Mit der GEAS-Reform im letzten Jahr und ihren unzähligen Regelungen und umfangreicheren Befugnissen der Behörden werden Migrant*innen und ihre Möglichkeiten massiv eingeschränkt – ohne dass diese in der Lage sind, an dem Recht, dass ihr Schicksal bestimmt, demokratisch mitzuwirken.
Dana Schmalz ist Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind das Völkerrecht, insbesondere Menschenrechtsabkommen, das Migrationsrecht und die Rechtstheorie. Sie wurde 2017 an der Universität Frankfurt promoviert, ihr erstes Buch „Refugees, Democracy and the Law. Political Rights at the Margins of the State“ erschien 2020 bei Routledge. 2025 ist ihr Buch „Das Bevölkerungsargument. Wie die Sorge vor zu vielen Menschen Politik beeinflusst“ bei Suhrkamp erschienen.
Dana Schmalz war als Postdoc am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen in der Gruppe von Ayelet Shachar und hat Auslandsaufenthalte an der Universität Tel Aviv, der New School for Social Research und der Columbia Law School verbracht. Sie hat den Völkerrechtsblog 2014 mitgegründet und viele Jahre mitgeleitet, war 2021-2023 Associate Editor beim International Journal of Constitutional Law (ICON) und gehört seit 2019 zu dem Herausgeberkreis der Zeitschrift Kritische Justiz.
Im Jahr 2023-2024 war Dana Schmalz eine der Convenors der Forschungsgruppe „Internalizing borders“ (Internalisierung von Grenzen) am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld.
